Das war ein beeindruckender Abend
Zu einem besonderen Filmabend des Kulturvereines am 26.2.2026 war der Raum im Gemeindehaus mehr als gut gefüllt. Ines Reinisch, eine leidenschaftliche, international ausgezeichnete Dokumentarfilmregisseurin aus Mohrkirch nahm uns mit, in das Thema der sich verändernden Klimaverhältnisse. Als erstes zeigte sie uns ihren Film
Das Meer und das Land
In Malin Head, dem nördlichsten Ort Irlands, sind die Elemente der Natur intensiv erlebbar. Die Wellen des Atlantischen Ozeans krachen an die felsige Küste, das Leben ist vom Rhythmus der Gezeiten, des Windes und des Wassers gezeichnet.
Ein Fischer, ein Landwirt und Meteorologe erzählen in knapper und eindringlicher Weise von ihren Beobachtungen. Durch ihren Beruf sind sie mit den Wetterbedingungen eng verbunden und bekommen die sich ändernden Klimaverhältnisse auf dem Meer und an Land als erste zu spüren.
Nach diesem eindrucksvollen Einstieg gab sie uns dann Einblicke in ihre filmische Begleitung von Studien der Ökologischen Agrarwissenschaften der Universität Kassel/Witzenhausen, wo sie derzeit selbst ein Studium absolviert.
Was passiert mit dem Boden, wenn es regnet? Wie entwickeln sich Bodenaggregate, wie verhindert man Verschlämmung und warum ist es wichtig unseren Boden zu schützen?
Können Mulchsysteme im Gemüseanbau die energieaufwändige Bodenbearbeitung reduzieren, das Bodenleben und die Humusbildung fördern, den Wasserhaushalt und die Nährstoffverfügbarkeit verbessern, umso mit Extremwetterereignissen wie Dürren und Starkregen besser klar zu kommen?
Homogene Weizenbestände sind an bestimmte Böden und Klimaverhältnisse angepasst. Was passiert, wenn die Verhältnisse nicht mehr stimmen, weil sie sich verändern? Weizenpopulationen mir genetischer Vielfalt bieten Vorteile in der Pflanzengesundheit, Klimaanpassung und bei der Stabilisierung der Ernteerträge.
Faszinierende Aufnahmen erklären die Vorgänge und machen sie verständlich.
Im anschließendem Gespräch ging Ines in ihrer lebhaften und zugewandten Weise auf alle Fragen ein, sodass deutlich wurde, hier lebt jemand seine Leidenschaft für eine gute Sache. Die Klimaveränderungen sind real, ob wir es wahrhaben wollen, oder nicht. Gut, dass es Möglichkeiten gibt uns die Augen zu öffnen.
Auf ihren nächsten Film „Salz und Wasser“ über eine 10wöchige Begleitung einer Forschungsfahrt der „Polarstern“ in die Antarktis freue ich mich jetzt schon.
Danke für den beeindruckenden Abend.
Text: Michael Haushahn Fotos: S. Marxsen und Ines Reinisch