Hier schreibt unser Bürgermeister

Zur Sitzung der Gemeindevertretung am 24.9.2020

Der Kindergartenbus fährt wieder. Unser vertrauter roter Kindergartenbus hatte unwiderruflich ausgedient. Ein Ersatz wurde erforderlich. Übergansweise durften wir den Bus der Jugendfeuerwehr nutzen. Dank dafür an das Amt. Nun ist ein Ersatz in Mullewap-Farbe gefunden und in Dienst genommen worden. Finanziert wurde die Anschaffung durch einen Zuschuss der Kirchengemeinde und durch die hälftige Kostenbeteiligung durch die Gemeinden Böel und Mohrkirch. Der Förderverein wird weiter den Betrieb organisieren. Das ist mitunter gar nicht so einfach. Besten Dank dafür an dieser Stelle.

Am 10.9. war der lange vorher angekündigte landesweite „Warntag“ an dem alle Benachrichtigungsmittel über Gefahrenlagen überprüft und erprobt wurden, einschließlich der Alarmierung durch Sirenen. Wenn, ja wenn denn noch welche vorhanden sind.
Ein Blick zurück: 1992 zog sich Bund, Land und Kreis aus der Alarmierung über Sirenen zurück. Sirenen wurden nicht mehr für erforderlich gehalten. Die Sirenen selber wurden den Gemeinden angeboten. Bestand kein Interesse in den Kommunen, wurden die Sirenen abgebaut. In Mohrkirch entschied sich die Gemeindevertretung einhellig für die Übernahme der drei Sirenen auf der ehemaligen Grundschule, auf dem ehemaligen Kassengebäude (RoPa) in der Hauptstrasse und in Krämersteen bei Fam. Johannsen (LaJu-Haus) zur Alarmierung der örtlichen Feuerwehr und unterhält diese seitdem.
Im Alarmfall der Feuerwehr werden die Sirenen über Funk von der Leitstelle ausgelöst. Jeden Samstag um 12.00 erfolgt ein Probealarm. Vollert Johannsen (Bur), Peter Müller und Franz Schmidt horchen, ob die Sirene läuft. Besten Dank dafür an dieser Stelle.
Für die Unterhaltung der Sirenen haben wir einen Jahreswartungsvertrag abgeschlossen. Kosten pro Jahr rund 700,- Euro.
Erwartungsgemäß gab es am 10.9. keine Probleme, unsere Sirenen liefen einwandfrei. Das freut mich und jetzt stellt sich mir die Frage, steigt der Bund wieder in die Alarmierung über Sirenen ein? Wenn dem so ist, wohin schicke ich unsere Kosten, ins Innen-, oder in das Verteidigungsministerium ?

Kurz vor dem Corona bedingten „lock down“ fand die letzte Mitgliederversammlung unserer Freiwilligen Feuerwehr statt. Dort wurde die Ausrüstung und das Feuerwehrfahrzeug angesprochen und ich habe seitens der Gemeinde zugesagt sich dieses Themas anzunehmen.
Feuerwehr und Gemeinde haben den Ersatz der Rettungsmittel beschlossen, einschließlich zusätzlichem Hebekissen. Für dies Maßnahme gibt es eine Förderung durch den Kreis. Weiter wird das Einsatzfahrzeug noch diesen Monat im Bereich der Geräteräume neu eingerichtet und die Beleuchtung sowie die Alarmeinrichtung ergänzt. Selbstverständlich erfolgt auch eine generelle Durchsicht der Pumpe und des gesamten Fahrzeuges. Die Gemeinde investiert rund 50 tsd. Euro in die Maßnahmen. Gut angelegtes Geld, dient es doch der unmittelbaren Daseinsvorsorge.
Ich danke für die konstruktive Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. Unterschiedliche Vorstellungen und Ideen galt es zu berücksichtigen und abzuwägen. Es war gut, dass beide Seiten fachlich im Thema stehen. So konnten wir diese Aufgaben zügig abarbeiten und ein gemeinsam getragenes Ergebnis erzielen. Ich freue mich auf unser „neues“ Fahrzeug, befürchte nur, dass wir die Wiederindienststellung nicht mit einer Party feiern können.
Beste Grüße und bleiben Sie gesund.
Michael Haushahn, Bgm. Mohrkirch den 25.9.2020